Resilienz in Coronazeiten - Stell die richtigen Fragen

Wer gute Fragen stellt, der bekommt gute Antworten. Wer schreckliche Fragen stellt, der bekommt schreckliche Antworten.

 

Homeoffice, Homeschooling, Kontakte vermeiden, die ganze Zeit in den eigenen vier Wänden, kein Tapetenwechsel - all das zehrt immer mehr an den Nerven. Bei den einen kommen Existenzängste dazu, die anderen arbeiten seit einem Jahr in der Klinik am Limit und kommen an ihre psychischen Grenzen. Die Coronakrise verlangt uns allen Vieles ab - viel Unbekanntes - und die Perspektivlosigkeit kann so zermürbend sein. Von immer mehr Personen in meinem Umkreis höre ich, dass sie der "Coronablues" erwischt hat.

Warum passiert mir das alles? Warum bin ich davon betroffen? Kann das nicht alles mal ein Ende nehmen? Diese Fragen können einen noch tiefer in den "Coronablues" stürzen und fördern die Abwärtsspirale, weil man sich dadurch mit dem Problem selbst beschäftigt und Antworten sucht, warum das Problem existiert, aber nicht nach Lösung oder Besserung strebt.

Resilienz bedeutet "psychische Widerstandsfähigkeit" und um diese in so einer Ausnahmesituation immer wieder aufzubauen, ist es sinnvoll sich positive Fragen zu stellen - Fragen, die einem Mut machen, die einem nach Lösungen suchen und nach vorne blicken lassen.

Frag dich doch einmal:

  1. Wofür bin ich in diesem Augenblick dankbar? Warum? Wofür bin ich in meinem bisherigen Leben dankbar? Warum?
    Welche Gefühle löst das in mir aus?
  2. Wo möchte ich mich hin entwickeln? Warum?
    Welche Gefühle löst das in mir aus?
  3. Was zeichnet mich aus? Warum?
    Welche Gefühle löst das in mir aus?

Nimm dir für jede Frage jeweils 15 Minuten Zeit und lass dich einfach mal darauf ein. Dann schau einmal, wie es dir vorher ging und wie es dir jetzt geht. Hat sich etwas verändert? Wenn sich bei dir auch mehr positive Gefühle ausgebreitet haben als vorher, dann stell dir diese Fragen doch ein bisschen öfter und werde dir bewusst, was du alles hast (und nicht, was dir vielleicht alles fehlt), was dich ausmacht und was du zu geben hast.

Apropos, was du zu geben hast. Freude verschenken ist gerade in diesen Zeiten ein Heilmittel für viel Kummer und Trauer. Überleg doch einmal, welchem dir nahestehenden Menschen du in der kommenden Woche eine kleine Freude machen kannst. Verschicke doch einfach mal einen Strauß Blumen, sende eine persönliche Karte oder vielleicht hast du ja auch noch eine bessere Idee, was deinem Mitmenschen ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Und sei dir gewiss, Freude verschenken wird auch dir viel Freude bringen.


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